Deutsch-französisches Abwärmeprojekt erhält EU-Förderzusage

Das europäische Programm INTERREG V Oberrhein fördert die Planung einer deutsch-französischen Wärmeleitung, die Straßburg und Kehl verbinden soll.

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Etwas mehr als eine Million Euro stellt der europäische Förderfond INTERREG für das innovative Wärmeversorgungsprojekt zur Verfügung. Mit den Geldern, die der Begleitausschuss am 25. Juni 2020 bewilligt hat, sollen die weiteren Planungsschritte für die vorgesehene Wärmeleitung sowie die Gründung einer grenzüberschreitenden Wärmegesellschaft mitfinanziert werden. Mit dieser positiven Entscheidung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung des grenzüberschreitenden Vorhabens erreicht.

Über die geplante Verbindung soll Abwärme aus den Badischen Stahlwerken (BSW) im Kehler Hafen auf die andere Rheinseite nach Straßburg transportiert werden. Dort könnten dann etwa 4.500 Haushalte von der klimafreundlichen Fernwärme profitieren. Auch der Holzpellethersteller BK Bioenergie in Kehl soll als Abnehmer an das Wärmenetz angeschlossen werden. Durch das Projekt können in der Grenzregion mehr als 10.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Die Deutsch-Französische Energieplattform hat die Projektpartner in Bezug auf Fördermöglichkeiten beraten und sie bei der Erstellung des INTERREG-Förderantrags aktiv unterstützt. Nach diesem bedeutenden Zwischenerfolg stehen nun Bemühungen um weitere Finanzierungsmittel aus deutschen und französischen Quellen im Mittelpunkt der Unterstützungsarbeit der Plattform.