Energieeffizienz im Verkehr

Unterwegs in Europa

Mobilität

Die Energiewende auf der Straße, der Schiene und in der Luft zu schaffen, gehört zu den größten Herausforderungen der Klimapolitik.

Im Mobilitätssektor besteht sowohl in Frankreich als auch in Deutschland dringender Handlungsbedarf. In beiden Ländern sind die verkehrsbedingten Emissionen seit 1990 nicht gesunken. Pkw, Lkw, Züge, Schiffe und Flugzeuge sind in beiden Ländern für etwa ein Drittel aller CO2-Emissionen verantwortlich. Vor dem Hintergrund der europäischen Verpflichtung, die Emissionen im Verkehr bis 2050 um 60 Prozent zu senken, haben sich Deutschland und Frankreich auf eine verstärkte politische Kooperation verständigt. Als größte Autonationen und zentraler Verkehrsknoten der EU haben die Länder nicht nur eine wesentliche Rolle bei der konkreten Umsetzung. Vielmehr kann ein koordiniertes deutsch-französisches Vorgehen, etwa bei gemeinsamen Standards für Ladeinfrastruktur, direkt den Verbrauchern zugutekommen.

 Neue Energieträger, neue Infrastrukturen

Als Schlüsseltechnologien für die Verkehrswende haben Deutschland und Frankreich die E-Mobilität und verstärkt auch wasserstoffbasierte Technologien identifiziert. So sollen links des Rheins beispielsweise bis 2025 eine Million E-Autos und Hybride pro Jahr vom Band laufen. Parallel dazu sollen 100.000 neue E-Ladesäulen gebaut und die Produktion wasserstoffbetriebener Autos beträchtlich hochgefahren werden – ab dem Jahr 2040 dürfen in Frankreich keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden. Auch Deutschland hat sich, unter anderem mit der Schaffung von einer Million E-Ladepunkte bis 2030, ambitionierte Ziele gesetzt. Wasserstoff soll, beispielsweise in Form von Powerfuels, ebenfalls die Verkehrswende voranbringen. Dazu investiert die Bundesregierung zusätzliche 300 Millionen Euro in Forschung zu CO2-neutral produziertem „grünem“ Wasserstoff.

Mobilitätswende länderübergreifend voranbringen

Die Deutsch-Französische Energieplattform möchte einen Beitrag dazu leisten, diese politischen Ziele in konkrete Projekte zu übersetzen. Sie untersucht dazu etwa, wie nachhaltige Mobilität im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Frankreich gestaltet und praktisch umgesetzt werden kann. Hier stehen insbesondere die Nutzung von Synergien bei der Planung und dem Betrieb von Ladeinfrastrukturen sowie Angebote für Pendler im Fokus. Mit ihren Aktivitäten will die Deutsch-Französischen Energieplattform eine Grundlage für die Mobilitätswende in ganz Europa schaffen.

Zahlen und Fakten

30 %
der deutschen CO2-Emissionen
stammen aus dem Verkehrssektor.
32 %
der französischen CO2-Emissionen
stammen aus dem Verkehrssektor.
Bis 2030
sollen schwere Nutzfahrzeuge
in Deutschland etwa ein Drittel ihrer Fahrleistung elektrisch oder mit alternativen Antrieben zurücklegen.
Um 60 %
sollen die verkehrsbedingten
Emissionen bis 2050 sinken.

Unsere Projekte

Smart Border Initiative

Das erste grenzüberschreitende Smart Grid auf Verteilnetzebene zur gemeinsamen Optimierung der Energiesysteme von Nachbarregionen read more