Deutschland und Frankreich wollen die erneuerbaren Energien ausbauen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit kosteneffizient gestalten. Das stellt die Netze in Europa vor drei Herausforderungen: Die Stromerzeugung wird unregelmäßiger, viele kleine Erzeugungsanlagen gehen ans Netz und der europäische Stromhandel nimmt zu. 

Um die erneuerbaren Energien kontinuierlich in das Stromsystem zu integrieren, muss die Netzinfrastruktur angepasst werden. Der Netzausbau ist auch eine wesentliche Voraussetzung für die europäische Integration der Stromsysteme.

Erzeugung und Verbrauch intelligent miteinander verknüpfen

Aber nicht nur der Leitungsbau, sondern auch die Modernisierung der Stromnetze steht dabei ganz oben auf der Agenda. Netze, Erzeugung und Verbrauch müssen effizient und intelligent miteinander verknüpft werden, um die volatile Erzeugung der erneuerbaren Energien auszugleichen. 

Neben der Umsetzung konkreter Leuchtturmprojekte fördert die Energieplattform im Bereich Netze unter anderem den Erfahrungsaustausch zwischen den beiden Ländern. Dazu nutzt sie das umfangreiche Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beider Partner und des Deutsch-Französischen Büros für die Energiewende (DFBEW). Im Fokus steht dabei zunächst das Thema grenzüberschreitender Netzausbau.

Vor allem untersucht die Plattform aber die technische Verknüpfung der beiden nationalen Energienetze, um die jeweiligen Ziele von Deutschland und Frankreich gemeinsam erreichen zu können.