Die Industrie ist einer der größten Energieverbraucher in Deutschland (29 Prozent) und Frankreich (21 Prozent). Beide Länder haben sich daher zu ehrgeizigen Zielen verpflichtet: Bis 2050 wollen sie ihren Energieverbrauch in diesem Sektor halbieren.

Um das zu realisieren und die immensen Potenziale auszuschöpfen, braucht es innovative und wirtschaftlich umsetzbare technologische Lösungen. Für Unternehmen ist das eine große Herausforderung – etablierte Geschäftsmodelle können dabei an ihre Grenzen stoßen. Zeitgleich eröffnen sich ihnen aber auch große Chancen.

Energieeffizienz als Wettbewerbsfaktor

Energieeffizienz senkt die Energiekosten und trägt dazu bei, dass Unternehmen konkurrenz- und zukunftsfähig bleiben. Angesichts steigender Strompreise ist das vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) ein ernstzunehmender Wettbewerbsfaktor. Darüber hinaus können innovative Unternehmen neue Produkte und Technologien entwickeln und damit auch im Ausland neue Märkte erschließen.

Zunehmend wird Energieeffizienz auch zur Imagefrage. Kunden erwarten diesen Ansatz in einem Unternehmen, gerade im B2B-Bereich.

Innovationspotenziale nutzen, Wettbewerbsfähigkeit sichern

Dieses Innovationspotenzial möchte die Deutsch-Französische Energieplattform nutzen: Wie können zum Beispiel deutsche und französische Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen? Und welche innovativen Lösungen zur Effizienzsteigerung können dabei international zum Vorbild werden?

Primär geht es zunächst darum, den Erfahrungsaustausch über Energieeffizienzmaßnahmen zwischen deutschen und französischen Unternehmen zu fördern. Ziel ist der Aufbau eines länderübergreifenden Effizienznetzwerkes. Die Diskussion in den verschiedenen Branchen und Anwendungsfeldern soll dazu dienen, bestehende Informationsdefizite abzubauen, bereits erfolgreiche Ansätze zu fördern und den Dialog zwischen Experten zu unterstützen.